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Sie möchten sich engagieren und planen ein Projektvorhaben

Die Projektplanung sollte unbedingt symmetrisch gestaltet sein, d.h. beide Hilfesysteme müssen in gleichem Maße beteiligt sein – dies erhöht die Zuverlässigkeit der Teilnahme. Beachten Sie bitte unbedingt die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden von Sucht- und Altenhilfe. In der Altenhilfe sind die zeitlichen Möglichkeiten für Treffen, Besprechungen oder Weiterbildungsmaßnahmen eher begrenzt. Auch ist hier der Zugang zu Mitteln der Telekommunikation (Telefon, Computern etc.) eingeschränkt.

Hospitationen

Gegenseitige Hospitationen von Mitarbeitenden der Alten- und Suchthilfe sind sehr zu begrüßen, jedoch nicht so einfach zu organisieren und ohne ein spürbares Engagement der Leitungen nicht zu realisieren. Um angemessene Angebote entwickeln zu können, muss die Suchthilfe die Arbeitsbedingungen der Altenhilfe kennenlernen. Die Mitarbeitenden der Altenhilfe erleben ihrerseits während der Hospitationen, dass Betroffene über ihre Suchterkrankung offen sprechen und diese nicht schamhaft verstecken.

Kooperationsvereinbarungen

Kooperationsvereinbarungen, auch wenn nicht explizit schriftlich verankert, bringen alle Beteiligten in Abständen wieder zusammen. Allerdings hängt es nach wie vor sehr von Einzelpersonen ab, die sich so lange engagieren müssen, bis das Thema einen selbstverständlichen Eingang in alle Gremien gefunden hat. Identifizieren sich regional bekannte und akzeptierte Personen mit einem Kooperationsvorhaben, so ist das hilfreich. Eine Vorlage für einen Kooperationsvertrag finden Sie hier.

Netzwerke

Auch wenn es durchaus möglich ist, ein neues Netzwerk „Sucht im Alter“ zu implementieren, zeigen die Erfahrungen der Modellprojekte, dass es sinnvoll und effektiv ist, sich in schon bestehende Netzwerke einzubringen (z.B. Psychiatrienetzwerk). Sofern regional keine geeigneten Verbünde bestehen, sind bestehende persönliche Kontakte der Akteure eine gute Basis für Neugründungen.

Mögliche Netzwerkpartner sind:

  • Altenhilfeeinrichtungen
  • Suchthilfeeinrichtungen
  • Pflegefachschulen
  • Seniorenbeirat
  • Heimbeirat/Heimaufsicht
  • Pflegestützpunkte
  • Pflegekonferenz/Gesundheitskonferenz/Regionalkonferenzen
  • Sozialpsychiatrischer Dienst
  • Psychiatrie
  • Ärztekammer/Ärzte
  • Apothekenkammer/Apotheker
  • Psychiatriekoordinationsstelle
  • Sozialdezernat
  • ehrenamtliche Seniorengruppen
  • Suchtselbsthilfe

Suchtselbsthilfe

Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Suchtselbsthilfeverbände können viel wozu die Hauptamtlichen in der Regel keine Zeit haben, z.B. die Senioren aufsuchen. Sie können auch Gruppen anbieten, deren Dauer an keine Beschränkung durch Vorgaben öffentlicher Geldgeber gebunden sind. Gruppen helfen, den Tag zu strukturieren, sich auf den Weg zu machen, neue Kontakte zu knüpfen etc. Hierbei ist zu beachten, dass eine Gruppe von 70-Jährigen, die zusammen älter und alt geworden sind, sich von Menschen unterscheidet, die in diesem Alter das erste Mal Kontakt zur Selbsthilfe aufnehmen. Nicht jeder von Ihnen strebt Abstinenz an. Gut ist es, wenn die Möglichkeit besteht, neue Gruppen zu bilden.







Dokumente zum Download

Kooperationsvertrag.doc